Die Recamiere als exotischer Blickfang

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Eine Recamiere ist ein historisches Sitzmöbel

Sie sieht aus wie ein Sofa – und doch irgendwie anders: Die Recamiere ist ein wahrlich ungewöhnliches Möbelstück. Doch wenn auch der Rest der Wohnung entsprechend eingerichtet ist, können Sie sich mit einer Recamiere ein ebenso individuelles wie geschichtsträchtiges Sofa in die eigenen vier Wände holen. Der Name der Recamiere geht auf die im Frankreich des späten 18. Jahrhunderts geborene Schriftstellerin Julie Recamier zurück. Bereits mit 15 Jahren mit einem wohlhabenden und deutlich älteren Bankier vermählt, leitete die leidenschaftliche Schriftstellerin einen literarischen Salon in Paris. Dieser wurde zu einem wichtigen Treffpunkt zahlreicher Gegner Napoleons, darunter Kronprinz Karl XIV. Johann von Schweden und Baronin Anne Louise Germaine de Stael-Holstein, was zur Folge hatte, dass Julie 1811 von Napoleon aus Paris verbannt wurde. 

Die Recamiere verkörpert Luxus

Wieso genau die Recamiere nach Julie Recamier benannt wurde, ist nicht überliefert. Fakt ist jedoch, dass Julie in der damaligen Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt galt. Infolge dessen wurde ihr Abbild von vielen bedeutenden Künstlern auf Leinwand gebannt – und mindestens eines dieser Bilder zeigt sie auf einem eindrucksvollen Möbelstück, dass ihr Gerüchten zufolge von einem Verehrer geschenkt worden war. Die Recamiere erinnert an ein Sofa ohne die sonst obligatorische Rückenlehne, das mit erhöhten Seitenteilen ausgestattet wurde. Der Anblick erinnert nicht zufällig ein wenig an die fürstlichen Sitzgelegenheiten der Antike: Die Recamiere war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein ausgesprochenes Luxusobjekt, ähnlich wie die Chaiselounge oder die Ottomane.

Eine Recamiere ist bequem

Auch heutzutage kann man durchaus von Luxus sprechen, wenn man eine Recamiere sein Eigen nennt, denn ein solches Sitzmöbel ist definitiv ein seltener Anblick und bereichert aufgrund seiner Formgebung das Wohnambiente durch seinen ganz eigenen, exotischen Charme. Eine Recamiere macht sich besonders gut in einer leicht abseits des Raumzentrums liegenden Nische. So schmückt es etwa klassisch eingerichtete Leseecken oder einen mit Antiquitäten versehenen Arbeitsbereich in perfekter Art und Weise. Natürlich erfordert der Erwerb einer Recamiere – bezogen auf die restliche Inneneinrichtung – einen gewissen Mut, aber dieser kann sich durchaus auszahlen: Mit einem solchen Möbel gewinnt die Wohnlandschaft an Individualität und Stil. Und auch in Sachen Nutzbarkeit kann die Recamiere punkten, denn sie liefert eine interessante Alternative zur weit verbreiteten Sessel-Fußhocker-Kombination. Werfen Sie in einem der zahlreichen Online-Shops doch mal einen genaueren Blick auf eine Recamiere, um sich einen eigenen Eindruck von diesem Möbelstück machen zu können. Außerdem sparen Sie hier gegebenenfalls nicht nur Zeit und Geld, sondern bekommen Ihre Recamiere auch direkt zu sich nach Hause geliefert.

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